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Die wirtschaftliche Globalisierung, die weltweite Beseitigung der Handels- und Investitionsschranken und neue Technologien haben bedeutende strukturelle Veränderungen in der Fertigungsindustrie mit sich gebracht. Vermehrte Fremdvergabe, das Entstehen von Unternehmen, die Versorgungskettennetzwerke einrichten, und industriebezogene Dienstleistungen haben die Unterschiede zwischen den traditionellen Industriesektoren weiter verwischt.
Diese Entwicklung hat zu zahlreichen Zusammenschlüssen zwischen nationalen Industriegewerkschaften geführt, insbesondere in Europa und Nordamerika, aber auch in anderen Teilen der Welt. Die globale Umverteilung von Arbeitsplätzen und Produktionsverlagerungen haben diesen Trend verstärkt, da Gewerkschaften, die Mitglieder verlieren, sich zusammentun, um ihre Dienste zusammenzulegen, Überschneidungen ihrer Aktivitäten zu verringern und begrenzte Ressourcen auf effizientere Weise zu nutzen.
Auf globaler Ebene war die Entwicklung zu größerer Einheit jedoch langsamer. Doch die Kernaktivitäten der bestehenden fünf unabhängigen globalen Gewerkschaftsföderationen in der Industrie, wie sie sich selbst in ihren Grundsatzdokumenten definieren, sind weitgehend die gleichen. Dazu gehören die Aushandlung und Durchführung von internationalen Rahmenvereinbarungen mit transnationalen Konzernen, die Einrichtung von grenzüberschreitenden Netzwerken zur Vereinigung der Arbeitnehmer in diesen Konzernen, die Koordination des Gewerkschaftsaufbaus und von Bildungsprojekten, die Durchführung von Solidaritätskampagnen, um die Beachtung der Gewerkschaftsrechte zu gewährleisten, und die Zusammenarbeit mit anderen globalen Gewerkschaftsföderationen und dem IBFG beim Einsatz für eine soziale Dimension der Globalisierung.
Als Folge von nationalen Zusammenschlüssen sind eine wachsende Anzahl von Industriegewerkschaften mehreren globalen Gewerkschaftsföderationen angeschlossen und finanzieren dadurch einander überschneidende Aktivitäten. Die Tatsache, dass nationale Gewerkschaften Mitglieder verlieren, verringert die Fähigkeit von globalen Gewerkschaftsföderationen, Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen zu gewährleisten, um ihre wichtigsten Aufgaben zu erfüllen. Wenn diese Herausforderungen nicht angenommen werden, kann das zu unerwünschten Kürzungen der Dienstleistungen und ungenügenden Fähigkeiten zu einer effizienten internationalen gewerkschaftlichen Reaktion führen.
Auf der anderen Seite werden transnationale Konzerne größer und überschreiten häufiger die traditionellen Grenzen zwischen den Industrien. Es ist eine geeinte gewerkschaftliche Front über diese Grenzen hinweg erforderlich, um deren Macht ein echtes Gegengewicht entgegenzustellen.
Es ist wichtig, dass Maßnahmen ergriffen werden, bevor diese von wirtschaftlichen Notwendigkeiten bestimmt werden. Die konkrete Zusammenarbeit zwischen den globalen Gewerkschaftsföderationen in der Industrie ist beschränkt. Es sollten alle Anstrengungen unternommen werden, um die praktische Zusammenarbeit und strategische Partnerschaften zwischen den globalen Gewerkschaftsföderationen bei ihren vorstehenden Kernaufgaben sowie gemeinsame Dienstleistungen, gemeinsame Projekte und regionale Aktivitäten zu verstärken. In manchen Fällen erwiesen sich Zusammenschlüsse als der effizienteste Weg zur Nutzung knapper Ressourcen und zur Vermeidung einer Überschneidung von Aktivitäten.
Der 31. IMB-Kongress nimmt deshalb die folgende Entschließung an:
Das IMB-Sekretariat
bemüht sich weiter, die Kooperation zwischen den globalen Gewerkschaftsföderationen zu erhöhen, um die Arbeiterbewegung zum Wohl der arbeitenden Bevölkerung in der Welt zu verstärken,
untersucht die Möglichkeiten zu einer verstärkten praktischen Zusammenarbeit und wird – wo angemessen – über die Möglichkeit der Restrukturierung der globalen Gewerkschaftsföderationen nachdenken, um den oben genannten Herausforderungen zu begegnen,
berichtet dem Exekutivausschuss und dem Zentralkomitee regelmäßig über Fortschritte in diesem Bereich und legt – wo angemessen – Vorschläge für strategische Beschlüsse über eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den globalen Gewerkschaftsföderationen sowie eine Überprüfung deren gegenwärtigen Strukturen vor.
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